In der Erfolgsspur …

… blieb die 1. Mannschaft auch bei ihrem 3. Spiel beim SC Tamm in der aktuellen Landesligasaison.

So war es beispielsweise mir vergönnt, meinen „Arbeitstag“ recht kurz zu halten …

In dieser hochinteressanten wie auch ziemlich explosiven Stellung „schockte“ mich mein Gegner mit 10. … Sc6?? N …

… wonach der weiße König ziemlich verloren in der Mitte steht, Weiß einen Bauern weniger hat, d5 und d4 hängen … . Ist das also eine Verluststellung!? Ja, eindeutig! Denn nach 11.Tb5! dachte mein Gegner noch ca. 10 Minuten nach, bevor er (völlig zurecht!) die Uhr anhielt 🙂 … . Womit wir nach noch nicht einmal 1 h in Führung lagen.

Interessante Nebenpointe: beim durch“zappen“ durch die laufenden Partien beim „Isle of man„-Turnier fielen mir beinahe meine Augen aus dem Gesicht, als ich dort genau diesselbe Stellung in einer Partie nach dem 9. Zug von Weiß sah – der junge (erst 12-jährige!) IM (natürlich Inder ;-)) überlegte zwar lange, setzte aber schwächer fort und verlor ebenfalls ziemlich deutlich!

Leider gaben wir das „Kompliment“ nahezu nahtlos zurück – Holger hatte ein paar ungenaue Züge gespielt, und war so in eine äußerst unangenehm zu spielende, vermutlich verlorene Stellung geraten. Jedenfalls gab er nach 15 Zügen auf.

Dann dauerte es etwas, ehe Wolfgang eine ziemlich gut aussehende Partie durch gegnerische Zeitüberschreitung in wohl eh aussichtsloser Stellung gewinnen konnte.

Auch Ersatzspieler Uwe wollte dem wohl nicht nachstehen, und auch wenn einige seiner Züge in der Eröffnungsphase und anfangs des Mittelspiels vielleicht etwas unsauber waren, so lockte er seinen Gegner doch in eine schöne Falle, welche ihm eine Mehrfigur einbrachte, welche er sich nicht mehr vom Brot nehmen ließ.

Käpt’n Bruno kam ausnahmsweise in Zeitnot und hatte (auch!?) daher Probleme, seine Gewinnstellung zu verwerten …

… jedenfalls wären hier anstelle von 15. … d5?! z.B. Le6 oder vor allem Sd7! äußerst gewinnträchtig gewesen …

… so jedoch wurde er unangenehm von 16.a3! überrascht, wonach er nach Dc5 oder Da5 immer noch klar besser gestanden hätte. Er nahm jedoch auf a3, und nach dem offensichtlichen 17.Sd5: nahm er auch noch auf d3 (anstelle von Dc5).

Wenig später …

22. … Sc5

… bot er seinem Gegner remis an, welcher dies dann auch annahm.

Alexander war dieses Mal wieder mit dabei, und nachdem er einige gute Möglichkeiten zur Klärung der Lage im Zentrum verpaßt hatte, konnte er diese glücklicherweise doch noch herbeiführen und stand daher etwas besser …

… und nach 26. … Tc8?? 27.Dd2 sogar plötzlich auf Gewinn! Und auch wenn beide Seiten nicht immer die besten Züge fanden daraufhin, so war Alexander zumindest im 41. Zug präsent …

41.Dd7!

… und daher …

46.Lc6 1:0

Dann war Axel an der Reihe – er hatte die Eröffnung zwar suboptimal behandelt gehabt und klar in Nachteil geraten, aber sein Gegner konnte diesen Vorteil nicht halten, und so drehte sich das Blatt …

… so daß er hier mit 34.Db7! den Sack gleich hätte zumachen können. So aber stand die Partie bald wieder in etwar gleich, nur …

… um nach 38. … Tb8:? doch wieder klar zugunsten von Axel zu stehen. Nach einem weiteren Fehler …

40. … De4:? (Da4 41.Lc3!)

… stand er wieder auf Gewinn, und wenig später …

45.De4:+ 1:0

gab sein mit sich selbst hadernder Gegner auf.

Für einen runden Abschluß sorgte dann Waldemar, dessen Partie lange alles in allem ausgeglichen war, bis sein Gegner mit dem entstandenen Turmendspiel nicht so recht zurechtkam und anfing, es ungenau zu behandeln …

… beginnend hier mit 29.gf5:? …

… und noch gravierender hier mit 33.Kc2? (Ke2) a5!, wonach Weiß vom potentiellen schwarzen Freibauern abgeschnitten war …

… und er verpaßte auch noch seine wohl letzte Chance mit 41.Tc6+?! (c4!?), und daher …

… 49. … f3 0:1

Womit ein ganz ansehnlicher 6,5:1,5-Auswärtserfolg und damit verbunden die (geteilte) Tabellenführung zu Buche steht.

So kann’s weitergehen :-)!

[GS]