Erfolgreicher Auftritt bei den Unterländer Schachtagen – Ein Erfahrungsbericht

Vom 30. Juli bis 2. August verwandelte sich Biberach an der Enz wieder in die Schach-Hochburg des Unterlands: Bei den Unterländer Schachtagen 2026 ging ich im B-Turnier an den Start – in bester Gesellschaft, denn auch Vereinskollege Karl-Friedrich Nieke war im B-Turnier dabei, während Pascal Brock im C-Turnier für die Lauffener Farben kämpfte.

Los ging es mit Weiß gegen einen jungen, aber nominell stärkeren Gegner. Im Wiener Gambit entspann sich ein Schlagabtausch auf hohem Niveau, bei dem sich mein Gegner clever und solide verteidigte. Beide Seiten spielten bemerkenswert präzise – 96,1 % Genauigkeit laut Nachanalyse – sodass am Ende keine Seite eine konkrete Chance erzwingen konnte und sich beide Kontrahenten in ein Remis teilten.

Richtig spannend wurde es in Runde 2 im vereinsinternen Duell mit Nieke. Sein gewagt aufgezogenes Colle-System geriet schon in der Eröffnung durcheinander, als er die Zugreihenfolge leicht verwechselte – ein Wimpernschlag, den ich sofort nutzte, um im Mittelspiel eine gewinnende Taktik zu finden und eine Figur einzusacken. Als ich kurz darauf noch seinen Turm gegen den eigenen König fesselte, war die Partie entschieden und Nieke musste die Segel streichen.

Auch Runde 3 mit Weiß gegen einen erneut stärker eingestuften Gegner lief nach Plan: Nach Alekhines Verteidigung und einem zügigen Damentausch nutzte ich zunächst einen positionellen Fehler des Gegners zum Bauerngewinn – und als ihm kurz darauf noch eine Unachtsamkeit unterlief, wanderte gleich ein zweiter Bauer auf mein Konto. Im resultierenden Läuferendspiel ließ ich dem Gegner keine Chance mehr und verwertete den Vorteil sicher zum Sieg.

In Runde 4 wartete dann die Kür des Turniers: das Duell mit dem höchstgewerteten Spieler des B-Turniers. In der Sizilianischen Verteidigung, Beschleunigter Drache, steuerten beide Seiten zielsicher in eine bekannte, theoretisch ausgeglichene Stellung. Was folgte, war ein wahres Materialschlacht der Präzision – über 4,5 Stunden Spielzeit, fast fehlerfrei bis ins Endspiel hinein, am Ende 98 % Genauigkeit auf beiden Seiten und ein hochverdientes Remis nach einem echten Kraftakt.

Genau diese Kraftakt-Partie sollte sich in Runde 5 bemerkbar machen. Gegen einen erfahrenen Gegner, der mit dem Grand-Prix-Angriff meinem Beschleunigten Drachen zu Leibe rückte, erspielte ich mir zunächst zügig eine leicht bessere Stellung und nahm dem Angriff früh den Zahn. Die Erschöpfung der Vortage steckte mir jedoch spürbar in den Knochen, weshalb ich das angebotene Remis dankend annahm, statt das letzte Risiko zu suchen.

Was dann folgte, hatte niemand auf dem Zettel: Am Samstagabend stellte sich bei mir Fieber von über 39 Grad ein – wohl der Tribut für die kräftezehrenden, hochkonzentrierten Partien der Vortage. An ein Weiterspielen war nicht zu denken, sodass ich mich schweren Herzens aus dem Turnier zurückziehen musste. Die Runden 6 und 7 blieben mir verwehrt.

Mit 3,5 aus 5 gespielten Partien und durchgehend beeindruckender Genauigkeit war das dennoch ein starkes Turnier, das ohne die Krankheit sicher noch mehr Potenzial gehabt hätte. Nieke ließ sich von unserer internen Begegnung nicht unterkriegen und spielte alle sieben Runden durch, am Ende stand ein respektables Ergebnis von 3,5 aus 7 Punkten zu Buche. Auch Pascal Brock machte im C-Turnier eine gute Figur und sicherte sich 4 aus 7 Punkten.

Nachwuchs des SK Lauffen beim Neckarsulmer Jugend-Cup im Einsatz

Beim diesjährigen Neckarsulmer Jugend-Cup, der vierten Auflage des vom Schachclub Neckarsulm ausgerichteten Schnellschachturniers, traten 77 Kinder und Jugendliche aus der Region in einem neunrundigen Schweizer System gegeneinander an – gespielt in einer gemeinsamen Gruppe von U8 bis U18. Mit dabei war auch Nick Seibert vom SK Lauffen, unterstützt von Lias Novak und Adrian Kirchner, die beide die Schach AG der Kurt-von-Marval-Schule vertraten.

Nick Seibert erwischte einen wechselhaften Turnierverlauf: Nach einem Auftaktsieg musste er sich in den folgenden drei Runden geschlagen geben, fand danach aber mit zwei Siegen in Serie wieder zurück ins Turnier. Nach einer weiteren Niederlage rundete er mit einem Sieg und einem Remis im Schlussspurt ab. Am Ende standen 4,5 Punkte aus 9 Partien und damit Rang 10 in der Altersklasse U12 zu Buche.

Auch die beiden Vertreter der Kurt-von-Marval-Schule zeigten sich kämpferisch: Lias Novak sicherte sich in der Altersklasse U10 mit 3,0 Punkten Rang 11, Adrian Kirchner erspielte sich in der U8 mit ebenfalls 3,0 Punkten Rang 12 – beide mit jeweils drei Turniersiegen gegen durchweg gleichaltrige Konkurrenz.

Turniersieger wurde souverän Shahzaib Shanawaz Thabrez vom SK Langen mit 8,5 aus 9 Punkten, der damit auch die U18-Wertung für sich entschied.

Ein Dank geht an Jugendleiter Karl-Friedrich Nike, der die Schach AG der Kurt-von-Marval-Schule leitet und den Nachwuchs kontinuierlich ans Turnierschach heranführt.

Hitzeschlacht in Obereisesheim: Karl-Friedrich Nieke kämpft sich durch die Ba-Wü-Schnell

Bei tropischer Hitze ging in Obereisesheim die Baden-Württembergische Schnellschachmeisterschaft über die Bühne – rund hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten sich der Konkurrenz. Wegen der rekordverdächtigen Temperaturen wurde kurzerhand von 15+5 auf 10+5 Sekunden verkürzt, gespielt wurde dennoch die volle Distanz über 9 Runden im Schweizer System. Am Ende setzte sich Veaceslav Cofmann (Eppingen) mit 8 aus 9 souverän durch, dicht gefolgt von Jonas Rosner mit 7,5 Punkten.

Für den SK Lauffen ging unser Jugendleiter Karl-Friedrich Nieke an den Start – und bekam es dabei mit einem durchweg kampfstarken Teilnehmerfeld zu tun. In den ersten Runden musste er sich zunächst zwei deutlich höher eingestuften Gegnern geschlagen geben, fing sich aber schnell wieder: In Runde 2 und Runde 4 verwandelte Karl-Friedrich seine Chancen jeweils in volle Punkte. Der Höhepunkt seines Turniers folgte in Runde 5, als er gegen einen spielstärkeren Kontrahenten lange auf Augenhöhe blieb und sich am Ende ein verdientes Remis sicherte – gegen die deutlich höhere Wertungszahl des Gegners ein echter Achtungserfolg.

In den Schlussrunden lief es dann nicht mehr ganz nach Wunsch: Gegen drei weitere gut aufgestellte Gegner blieb Karl-Friedrich ohne Punktgewinn, konnte aber in Runde 8 noch einmal zuschlagen und sich einen weiteren Sieg sichern. Mit 3 Siegen, einem Remis und 5 Niederlagen kam er so auf 3,5 aus 9 Punkten und belegte damit Platz 76 im hundertköpfigen Gesamtfeld – bei durchweg anspruchsvoller Gegnerschaft eine Leistung, die sich sehen lassen kann.

Die Meisterschaft selbst bot neben starkem Schach auch das passende Rahmenprogramm für einen heißen Sommertag: Wassermelone, Eis am Stil und in der Mittagspause schwäbische Maultaschen sorgten dafür, dass trotz der Temperaturen niemand schlappmachte. Ein rundum gelungenes Turnier – und für unseren Jugendleiter neun weitere Runden wertvolle Turniererfahrung.

Abstieg für die Zweite: SK Lauffen 2 verabschiedet sich aus der Bezirksliga

Die Saison 2025/26 der Bezirksliga Unterland Nord ist für unsere zweite Mannschaft mit dem Abstieg zu Ende gegangen – wie auch die erste Mannschaft.

Dabei fing es gar nicht so schlecht an: Am ersten Spieltag bei SV Böckingen 1 lieferten wir uns ein hart umkämpftes Duell und unterlagen erst denkbar knapp mit 3,5:4,5. Genau dieses knappe Ergebnis sollte sich im weiteren Saisonverlauf leider nicht mehr wiederholen.

Erschwerend kam hinzu, dass wir an drei Spieltagen parallel zur ersten Mannschaft antreten mussten und dieser dabei mit Spielern aushelfen mussten. Das dünnte unser Aufgebot spürbar aus und machte es zusätzlich schwer, konstant Punkte zu sammeln.

Ansonsten reihte sich über weite Strecken der Saison eine Niederlage an die nächste: Gegen SF Heilbronn-Biberach 2, den Heilbronner SV 4, SK Schwäbisch Hall 2, SV Bad Rappenau 1 und TSV Willsbach 1 setzte es jeweils klare Niederlagen. Immerhin gelangen gegen SV Gaildorf/Fichtenberg 1 und SC Künzelsau 1 zwei Unentschieden, und am letzten Spieltag konnten wir mit einem 5:3-Erfolg gegen SF Schwaigern 2 noch einen versöhnlichen Schlusspunkt setzen.

Auf individueller Ebene gab es trotz der schwierigen Saison einige Lichtblicke: Leonhard Reinwald hielt an Brett 8 mit 3,5 aus 7 die Fahne hoch, Valentin Bauer überzeugte mit starken 2,5 aus 3, und auch an den vorderen Brettern kämpften Stefan Pudmensky und Bernd Moroff mit jeweils 3,5 aus 8 wacker mit.

Am Ende reichte es dennoch nur zu Platz 10 mit 4:14 Mannschaftspunkten und 29,0:43,0 Brettpunkten – der Abstieg in die Kreisliga steht damit fest. Für die kommende Saison gilt es nun, sich neu aufzustellen und den direkten Wiederaufstieg ins Visier zu nehmen.

Saisonrückblick 1. Mannschaft: Abstieg aus der Verbandsliga Nord

Die abgelaufene Saison der 1. Mannschaft wird niemand in guter Erinnerung behalten – am Ende steht der Abstieg aus der Verbandsliga Nord in die Landesliga Unterland, und dieser war leider verdient.

Schon der Start hätte kaum unglücklicher verlaufen können: Durch zwei kampflose Niederlagen zog sich Waldemar eine Sperre zu, die uns gleich zu Beginn der Saison wichtige Mannschaftspunkte kostete und die Mannschaft von Anfang an unter Druck setzte. Von diesem Rückschlag hat sich die Mannschaft im weiteren Saisonverlauf nie richtig erholt.

Auch sportlich lief in der Folge zu wenig zusammen. In etlichen Partien waren wir über weite Strecken auf Augenhöhe, hatten reelle Chancen auf Remis oder gar den vollen Punkt – am Ende fehlte aber zu oft die letzte Konsequenz, um diese Chancen auch zu verwerten. Hinzu kam, dass wir durch die angespannte personelle Situation zu häufig auf Ersatzspieler zurückgreifen mussten, was der Kontinuität und Einspielzeit der Mannschaft spürbar schadete.

Dass selbst im letzten Saisonspiel noch ein Unentschieden drin gewesen wäre, zeigt: Spielerisch war die Mannschaft nie hoffnungslos unterlegen. Die Bilanz der Saison ist letztlich eine Mischung aus schwacher Konstanz und Pech in entscheidenden Momenten – beides zusammen hat gereicht, um den Klassenerhalt am Ende deutlich zu verpassen.

Jetzt gilt es, die Saison aufzuarbeiten und mit einer stabileren Aufstellung sowie neuem Schwung in der Landesliga Unterland anzugreifen. Der Wiederaufstieg bleibt das klare Ziel für die kommende Saison.

Start Jugendschach

Das Jugendtraining des SK Lauffen öffnet nach den Sommerfeien wieder seine Pforten. Ab dem 19.09.25 startet das Jugendschach in der Musikschule Lauffen. Das Training findet freitags zwischen 15:15 und 16:15 Uhr statt.

Lauffen stellt ab dieser Saison wieder eine Jugendmannschaft. In der Kreisjugendliga Nord geht es gegen 7 andere Mannschaften aus 5 Vereinen. Hier kann die Lauffener Schachjugend ihre bereits erworbenen Schachkenntnisse einbringen.

Schachklub Lauffen gewinnt Pokalspiel kampflos

Leider musste das Pokalspiel gegen Marbach kurzfristig abgesagt werden. Dadurch gewinnt der Schachklub Lauffen kampflos und zieht damit ins Finale ein. Schade, dass die Partie nicht am Brett entschieden werden konnte – wir hoffen auf spannende Duelle beim nächsten Aufeinandertreffen.

https://svw-schach.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaSCHACHDE.woa/wa/groupPage?championship=Unterland+Pokal+24%2F25&group=3362

Schach in Lauffen