Deutscher Schachpokal in Lauffen – Grossmeister am Start

Gunnar Schnepp
Gunnar Schnepp, Spitzenbrett des SK Lauffen, konnte schon öfters Titelträgern ein Bein stellen. Ob es auch am Wochenende zu einer Überraschung reicht?

Erstmalig in der Vereinsgeschichte vertritt der Schachklub die württembergischen Farben im Rahmen der Deutschen Pokalmeisterschaft. Dabei werden am Wochenende ein paar interessante Spieler in der Stadthalle Lauffen erwartet.

Als Vizemeister des württembergischen Pokals hat man sich neben Zweitligist Böblingen, dem man im Finale knapp unterlag für die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Nun ist der SKL Ausrichter der 1. K.O.- Hauptrunde auf Bundesebene. Zu Gast ist der Zweit-Bundesligist SC Garching, in dessen Reihen GM Jiri Stocek gemeldet ist, sowie die Oberligisten SG Rochade Kuppenheim (IM Timotee Heinz, IM Jean-Luc Roos, FM Hartmut Metz) und SC Freibauer Mörlenbach (u.a. GM Vitali Kunin, GM Sergey Galdunts).
Man darf gespannt sein, in welcher Besetzung die Gegner antreten und wie sich die Lauffener gegen solche Gegnerschaft als klarer Außenseiter in Szene setzen. Die Spielpaarungen werden erst vor Ort ausgelost.

Die Veranstaltung beginnt mit Runde 1 am Samstag, den 26.01.2013 um 14 Uhr und wird am Sonntag, den 27.01.2013 mit dem Spiel der Sieger um 10 Uhr fortgesetzt. Spielort ist der Poetensaal der Stadthalle Lauffen, Charlottenstrasse 89. Zuschauer sind herzlich willkommen, zudem werden die beendeten Spiele von Waldemar Schlötzer und den beteiligten Spielern vor Ort kommentiert.

Ein moderner Klassiker oder wie man mit Schwarz gegen einen Spieler mit 2800 Elo in gerade einmal 23 Zügen gewinnt …

… dieses Kunststück jedenfalls gelang Vishy Anand bei Tata-Turnier in Wijk aan Zee in Runde 4. Eine absolut brilliante Partie aus einem Guß, die das Zeug hat, sich in die Schachannalen einzureihen in Klassiker wie Rubinsteins Partie gegen Rotlewi zu Lodz 1907 (an die sie tatsächlich auch irgendwie erinnert)!

Damit hält Anand Schritt mit Magnus Carlsen, der wieder einmal vorneweg marschiert und sich in Runde 4 an Pentala Harikrishna schadlos hielt.

Es gab aber noch weitere interessante Momente, z.B. im „innerchinesischen“ Spitzenduell Ein moderner Klassiker oder wie man mit Schwarz gegen einen Spieler mit 2800 Elo in gerade einmal 23 Zügen gewinnt … weiterlesen

Tag des Schachslapstick Teil 2 – 2. Runde in Wijk aan Zee

Irgendwie ist es doch immer wieder tröstlich, wenn man sieht, daß auch die besten Spieler fürchterlich patzen, und nicht nur man selbst (s. vorangegangener Bericht).

So endeten heute in Wijk aan Zee alle Partien der Gruppe A remis, vorrangig, weil diese Spieler tatsächlich so stark sind, daß sie keine Fehler begehen und die Partien daher logischerweise remis enden.

Aber in 2 Partien konnte man eine ganze Menge z.T. haarsträbende Fehler beobachten!

So war Nakamura mit Weiß nicht nur für ihn eher untypisch in Zeitnot geraten, sondern auch in eine völlig verlorene Stellung. Sein Gegner, Sokolov, fand jedoch den direkten K.o. nicht. Seid ihr besser und findet den Gewinnweg!? Tag des Schachslapstick Teil 2 – 2. Runde in Wijk aan Zee weiterlesen

Nachlese aus Gmünd

Beim Stauferopen in Schwäbisch Gmünd kamen 265 Teilnehmer zusammen. Günter als einziger Laufener Teilnehmer im Open belegte ungefähr seinen Startrang. Beim Besuch in Gmünd machte mich Wolfgang auf eine interessante Angriffspartie aufmerksam, in der IM Frank Zeller den Startlistenzweiten GM Zubarev in einer scharfen sizilianischen Partie bezwang. In der letzten Runde wollte GM Krivoborodov es genau wissen, und spielte mit Schwarz diese Variante gegen Frank Zeller nochmals – mit dem gleichen Ergebnis. Wobei diese Partie fast noch spannender war. Doch zuerst die Partie der 7. Runde:

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Studien zum Staunen

Diagramm: Weiss gewinnt
Mario Matous
1. Preis, hm ts69 (1975)
Weiß am Zug gewinnt

Unser früheres Spitzenbrett Waldemar Schlötzer, inzwischen bei der BG Buchen spielend, veröffentlicht auf der dortigen Website interessante Studien. Die folgende Aufgabe erscheint mir als Normalsterblichem unlösbar, aber nichtsdestotrotz ist die Lösung unterhaltsam. Und die gibt es, für alle, denen sie nicht einfällt: hier (2. Aufgabe weiter unten).

Neulich auf der Qualifikation für die DSAM 2012

Im winterlichen Aalen fand am 21.-23.12.2012 eines von sechs Qualifikationsturnieren zur Deutschen Schach-Amateur-Meisterschaft (DSAM) 2012/13 statt. Eigentlich liegt der Widerspruch direkt im Titel, denn Amateur und Meister gehören nicht zwangsläufig in ein Wort bzw. einen Satz. Dementsprechend war das Motto der drei Lauffener Holger Scherer, „Kollege“ Frank Amos und Frank Hofmann auf schachlicher Ebene klar: Interessante, spannende und anspruchsvolle Partien zu spielen. Neulich auf der Qualifikation für die DSAM 2012 weiterlesen

Schach in Lauffen